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Die Orte der Kanalroute


VARTA

1887 gründete Adolf Müller die Firma Büsche & Müller in Hagen, die Keimzelle der Varta. Unter Beteiligung von AEG und Siemens änderte sich die Firmierung 1890 in Accumulatorenfabrik AG – kurz AFA. Ab 1893 führte die AFA Elektromobile aus Amerika mit eigenen Batterien auf dem deutschen Markt ein.

In Berlin wird 1904 eine Tochtergesellschaft mit Namen VARTA (Vertrieb, Aufladung, Reparatur Transportabler Akkumulatoren) für den Vertrieb kleiner transportabler Blei-Akkumulatoren gegründet.

Nachdem infolge des Ersten Weltkriegs alle ausländischen Beteiligungen verloren gegangen waren, wurden ab 1918 neue Tochtergesellschaften in England, Österreich, Italien, Rumänien, Russland, Spanien und der Schweiz gegründet.

1926 übernahm AFA den Gerätebatteriehersteller Pertrix Chemische Fabrik Aktiengesellschaft und vereinigte damit die gesamte Batterie-Produktpalette unter einem Dach.

Wegen der Wirtschaftskrise in den 30er Jahren, die auch bei der AFA zu Kurzarbeit und Entlassungen führte,  konzentrierte sich die AFA mit „äußerster Energie“ auf neue Erfindungen und Batteriekonstruktionen für Flugzeuge und Radiotechnik. 1935 wurde der Zeppelin „Hindenburg“ mit VARTA-Batterien ausgerüstet, ebenso die ersten „Elektrofahrzeuge mit Hubmast“, die Vorgänger des Gabelstaplers. Für Flugzeuge entwickelte VARTA säuredichte Batterien. In dieser Zeit (1936) wurde von AFA auch die in jeden Pkw passende Standard-Starterbatterie entwickelt.

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, der den Verlust von sieben ausländischen Gesellschaften und die Einstellung der Produktion mit sich brachte, kam es 1945 zum unternehmerischen Neuanfang in Hannover.

VARTA expandierte weiter weltweit. Neue Unternehmensbereiche mit anderen Produktprogrammen wurden gegründet. Der Firmensitz wurde mehrfach verlegt, bis er 1970 nach Hannover kam. In den Folgejahren gab es immer wieder Umstrukturierungen von Geschäftsbereichen und Aktivitäten.

In Hannover entstand im Jahr 2000 nach Auflösung des Forschungszentrums Kelkheim ein neues Technologiezentrum für Autobatterien.

2002 wurde der Unternehmensbereich Autobatterien an Johnsons Controls, inc. USA veräußert. Die VARTA AG in Hannover fungiert heute nur noch als Holdinggesellschaft. Die Produktionsanlagen werden von der VB Autobatterie GmbH fortgeführt.

Serviceinformationen:

Hannover – Marienwerder, Am Leineufer

Das Gelände ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich, aber von außen, so auch vom Ufer des Mittellandkanals im Bereich des Nordhafens West einzusehen.

Stadtbahnlinie 4 (Richtung Garbsen), Haltestelle Marienwerder Wissenschaftspark